Druckluftkammerfahrt

Am Samstag den 07.02. ging es für 11 Padertaucher auf eine kleine, jedoch unvergessliche Reise. Ganz früh, schon um 6:15 Uhr, machten wir uns gemeinsam auf den Weg. In Fahrgemeinschaften wurde die große Distanz zwischen Paderborn und Aachen, dem Zielort, bestritten.

Eine Gruppe fand sich, dem Ziel nahe, plötzlich in den Niederlanden wieder. Zum Glück versorgte einen der dortige Supermarkt mit allem was das Herz begehrt. Danach ging es auch schon nach Aachen wo die Nachzügler bereits von den anderen erwartet wurden.

Die Initiatorin Sarah hatte für eine leckere Stärkung für alle gesorgt und so begaben wir uns, als alle eingetroffen waren, ins gegenüberliegende HBO-Zentrum, wo uns die Druckkammer erwartete.

Drinnen wurden wir herzlich von einer Mitarbeiterin empfangen, die uns kurz darauf eine spannende Einweisung, gepaart mit eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen, als jahrelange Geräte-und vor allem Apnoetaucherin bot. Was für eine Persönlichkeit!

Nach der Einweisung wurde uns von einem weiteren Mitarbeiter kurz der Keller gezeigt, in dem die Luft, welche in der Druckkammer komprimiert wird, in mehreren Reserven vorlag. Auch die Druckkammer wurde uns kurz von außen gezeigt, bevor die Fahrt angetreten wurde.

Nachdem TTU und Einverständniserklärung abgehakt waren, konnte es endlich losgehen.
In professioneller Begleitung konnten wir, nachdem wir uns in den bequemen Sitzen niedergelassen hatten, ganz auf den Druckausgleich sowie die kontinuierliche Erhöhung des Luftdruckes fokussieren. In einem Eimer Wasser lagen Tauchcomputer welche die simulierte Tiefe anzeigten. Vorgesehen waren 30 m. Zum Zeitvertreib gab es Grundschulaufgaben zu lösen, sowie Luftballons und Schokoküsse.

Das sonst so theoretische Gesetz von Boyle und Mariotte konnte nun an den Luftballons, deren Volumen/Größe sich bei doppeltem Druck halbierte, visualisiert werden. Ein weiterer interessanter Aspekt war, dass die Stimme eines jeden Insassen sich mit zunehmendem Luftdruck erhöhte, was mitunter sehr lustig war. Auch die Luft um uns herum wurde immer wärmer, was man auch beim Atmen spürte.

Nachdem wir wieder kontinuierlich aufgestiegen waren, verglichen wir unsere Aufgaben miteinander. Da, allem Anschein nach, keiner einen Tiefenrausch erfahren hatte, fielen die Ergebnisse relativ nüchtern aus. Ein paar lustige Patzer waren jedoch auch dabei.

Abschließend lässt sich sagen, dass dies ein wunderschöner, wenn auch trockener Tauchgang mit ungewöhnlich guten Sichtverhältnissen war; eingeschränkt nur durch die Wände der Druckkammer.

Im Nachgang berichteten manche, dass sie den Druckausgleich deutlich häufiger ausführen mussten, als beim Gerätetauchen. Alles in allem war dies ein wundervoller und ereignisreicher Samstag, der uns allen gefallen hat.