Hemmoor im Herbst 2026 – 4 Tage, 10 Tauchgänge und jede Menge Abenteuer

Gruppenbild am Hai

„Vier Tage in der Nähe der Nordsee und dabei einen der berühmtesten Tauchseen Deutschlands erkunden“ – das klingt doch nach einem perfekten Herbstprogramm für einen Taucher!

Vom 16. bis 19. Oktober 2026 ging es für die Padertaucher nach Hemmoor zum legendären Kreidesee. Mit dabei waren unsere beiden Tauchlehrer Marius und André (TL*), zwei erfahrene Taucher Robert (DTSA**) und Michael (DTSA***) sowie Ganesh und Georg (DTSA*).

Damit waren wir insgesamt sechs Padertaucher, die in diesen vier Tagen nicht nur ganze 10 Tauchgänge, sondern auch jede Menge neue Erfahrungen, Ausbildungsinhalte, Abenteuer und – natürlich – Spaß sammeln konnten.

Tag 1 – 16.10.2026

Ankommen in Hemmoor – und direkt ins Wasser!


Nach der Anreise hieß es zunächst: ankommen, Sachen auspacken und Tauchzeug vorbereiten.

Aber mal ehrlich: Wie kann man in Hemmoor einen Dämmerungstauchgang verpassen?

Natürlich konnten wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Kaum angekommen, ging es deshalb direkt Richtung Wasser.

Aus dem geplanten Dämmerungstauchgang wurde schließlich unser ganz persönlicher „Dämmerungs-Nachttauchgang“.

Der erste Eindruck vom Kreidesee? Beeindruckend. Und spätestens nach diesem ersten Tauchgang war klar: Die nächsten Tage können kommen!

Tag 2 – 17.10.2026

Auf zum Rüttler!


Am zweiten Tag stand einer der bekanntesten und anspruchsvollsten Tauchspots des Kreidesees auf dem Programm: der Rüttler.

Der ehemalige Rüttlerbereich liegt in etwa 32 bis 38 Metern Tiefe – also definitiv kein Tauchgang für „mal eben kurz ins Wasser springen“.

Doch bevor es richtig tief wurde, wartete auf etwa 22 Metern bereits der erste besondere Blickfang auf uns: ein LKW, der uns quasi persönlich begrüßte.

Danach ging es weiter in die Tiefe. Ein anspruchsvoller Tauchgang mit Tiefe, Orientierung und jeder Menge Eindrücken.

Aber mit unseren beiden Tauchlehrern Marius und André an unserer Seite galt natürlich:

„Keine Panik – wir haben die Lage im Griff!“

Tag 3 – 18.10.2026

Am dritten Tag ging es zu einem der schönsten Bereiche des Kreidesees: zur Segelyacht.

In ungefähr 18 Metern Tiefe liegt dort ein Segelboot – genauer gesagt eine kleine Segelyacht –, die man sogar betauchen kann.

Ein ziemlich außergewöhnliches Gefühl: Unter Wasser plötzlich vor einem Segelboot zu stehen und anschließend durch das Innere zu tauchen.

Und natürlich hatte auch dieser Tauchgang noch eine kleine Überraschung für uns parat.

Auf dem Rückweg wartete auf etwa 5 Metern Tiefe bereits unser nächstes Unterwasser-Highlight: ein Ford Mondeo.

Warum auch immer man ein Auto unter Wasser braucht – wir Taucher freuen uns einfach darüber.

Tag 4 – 19.10.2026

Der tiefste Briefkasten Deutschlands

Vier Tage Tauchurlaub, sechs Padertaucher – da darf natürlich eines nicht fehlen:

ein Gruß an unseren Verein!

Was wäre also passender gewesen, als eine Postkarte direkt unter Wasser zu verschicken?

Unsere Mission: den „tiefsten Briefkasten Deutschlands“ finden und eine Postkarte für die Padertaucher einwerfen.

Bei ungefähr 19–20 Metern Tiefe wurde die Postkarte schließlich auf ihre außergewöhnliche Reise geschickt.

Damit war unser Verein auch während unseres Tauchurlaubs bestens vertreten – und wahrscheinlich hat nicht jeder Postbote schon einmal eine Postkarte aus 20 Metern Tiefe zugestellt bekommen.

Und dann kam der Hai …

Beim nächsten Tauchgang wartete noch eine ganz besondere Begegnung auf uns:

ein freischwebender Hai!

Zum Glück hatten wir mit Marius unseren persönlichen Unterwasser-Fotografen dabei. Als echter Unterwasserfoto-Experte aka. Marius gelang es ihm tatsächlich, diesen Moment perfekt festzuhalten.

So entstand eines dieser Bilder, bei denen man später gerne behauptet:

„Ja, genau so war es unter Wasser!“

Und dieses Mal stimmt es sogar.

Ausbildung und bestandene Brevets

Neben den zahlreichen Trainings- und Fun-Tauchgängen stand in Hemmoor natürlich auch die Ausbildung im Mittelpunkt. Und auch hier konnte unsere Gruppe einige schöne Erfolge verbuchen:

  • André und Marius waren als Tauchlehrer im Einsatz und nahmen die entsprechenden Brevets und Ausbildungsleistungen ab.
  • Georg absolvierte erfolgreich den praktischen Teil des CMAS*-Brevet sowie den AK Nachttauchen.
  • Ganesh konnte gleich zwei Spezialkurse erfolgreich abschließen: AK Nachttauchen und AK Orientierung.

Damit wurde in diesen vier Tagen nicht nur fleißig getaucht, sondern auch ordentlich gelernt und geprüft.

Gute Leute, gute Planung, sichere Tauchgänge – und ganz viel Spaß unter Wasser.

Hemmoor war für uns definitiv eine Reise wert.

Und wer weiß …

Vielleicht liegt beim nächsten Mal ja noch etwas ganz anderes auf dem Grund des Kreidesees, das darauf wartet, von den Padertauchern entdeckt zu werden.

Bis zum nächsten Abenteuer – Gut Luft!

Hemmoor 2025

Das lange Hemmoorwochenende verlangt nach einigen niedergeschriebenen Geschichten, Bildern und Videos. Chris hat dies beeindruckend in folgendem Youtube Video getan.

Des weiteren wollen wir die Tauchschüler zu ihren bestandenen Brevets beglückwünschen. Gleich drei erste Sterne wurden vergeben, herzlichen Glückwunsch an Chris, Samira und Sarah!

Weiterhin teilen wir ein paar Unterwassereindrücke vom Laster, Briefkasten, Schiff, Rüttler, Flugzeug und Röhre. Es gab so viel zu entdecken, dass es kaum hier Platz findet.

Die Stimmung war hervorragend und die mitgefahrenen Padertaucher erinnern sich lange an das Wochenende.

Mal wieder Hemmoor

Keimt die Idee auf, mal wieder einen Vereinsausflug zu machen, kommt man auch schnell auf den Kreidesee in Hemmoor. Der Grund dafür: großer See mit mehreren Zugängen und vielen Tauchzielen, klares Wasser sowie Unterkünfte und Service gleich in der Nähe. So hatte André zwei Hütten für uns Padertaucher vom 24. bis 26. Mai gebucht.

In verschiedenen Tauchgruppen erkundeten wir den See mit den Zielen Rüttler, Segelboot „Hemmoor“, Flugzeug, Fischzucht und vieles mehr. Außerdem konnte die Post auch über den tiefsten Briefkasten Deutschlands verschickt werden. Vieles hat Heiner wieder fotografisch festgehalten. André und Colin haben sogar noch einen Nachttauchgang gemacht.

Nach dem Tauchen haben wir es uns auch richtig gut gehen lassen. Am Freitag waren wir im asiatischen Restaurant in der Nähe gemütlich Essen und am Samstag gab es in der Sonne leckere Pizza, die uns Sylvia freundlicherweise spendiert hatte. Anlässlich Colins 33. Tauchgangs gab es sogar noch Sekt und André hat für seinen 3. Stern im Restaurant leckere Getränke ausgegeben.

Tauchausbildung wurde aber auch betrieben. So wurden 2-Stern-Übungen gemacht, Orientierung geübt oder das Tauchen generell routiniert. Christopher hat dabei seine 1-Stern-Ausbildung abgeschlossen. Unsere 4 Ausbilder haben uns gut unterstützt und standen uns mit Rat und Tat zur Seite. Besten Dank dafür!

Es hat uns jedenfalls allen sehr gut gefallen, auch wenn die Sicht diesmal nicht ganz so gut war. Hoffen wir, dass dieser Tauchplatz noch weiter so schön bleibt.

Und nächstes Mal geht es zur Abwechslung nach Nordhausen 🙂

DTSA* – Christophers letzter Prüfungstauchgang

Tauchbasis am Kreidesee in Hemmoor.
Es ist Samstag, der zweite Tag von unserem Tauchwochenende hier. Während ich am Einstieg drei an meinem widerspenstigen Neoprenanzug zerre und mich auf meinen Tauchgang vorbereite, fängt es an zu nieseln. “Macht nichts”, denke ich, “der ist eh noch nass”. Es ist schon mein dritter Tauchgang heute, aber dieser ist besonders. Denn wenn ich diesen Tauchgang meistere, dann habe ich meine Ausbildung abgeschlossen und bin offiziell DTSA*-Taucher. Aber um dieses Ziel zu erreichen, muss ich erstmal ins Wasser und dann auf nicht weniger, als 30 Meter in die Tiefe.

Mit einem großen Schritt springe ich, wie vorher geübt, ins Wasser. Dort warten schon Ollo und Bert. Die beiden begleiten mich: Ollo, als Tauchlehrer und Bert, als erfahrener Taucher, der gerade sein DTSA**-Abzeichen macht. Dafür soll er einen unerfahrenen Taucher wie mich unter Wasser anleiten und am Ende des Tauchgangs noch eine Taucherboje setzen. Noch kurz checken, ob die Maske auch richtig sitzt, dann tauchen wir ab.

Deutschlands tiefster Briefkasten

Ich sinke einige Meter in die Tiefe. Links von mir ist Bert, rechts Ollo. Als mein Tauchcomputer um die fünf Meter anzeigt, stoppen wir. Bert gibt das Zeichen, vom Back-Up auf den Haupt-Atemregler zu wechseln. Er fängt an, dann bin ich an der Reihe und dann Ollo. Alles klappt ohne Probleme. Ich gebe das Okay-Zeichen und dann geht es weiter in die Tiefe. Ab zehn Metern spüre ich im Gesicht, wie es kälter wird. Es ist ruhig unter Wasser. Alles, was ich gerade höre, ist das Rauschen meines Atemreglers und die aufsteigenden Luftblasen. Als ich links zu Bert schaue, zeigt er in eine Richtung. Ich verstehe und folge ihm. Es dauert nicht lange, dann sehe ich eine Art Brücke, auf der ein blauer LKW mit eingeschlagenen Scheiben steht. Rechts von ihm, neben einem Fahrrad, das am Brückengeländer lehnt, befindet sich unser erstes Ziel: Deutschlands tiefster Briefkasten. Er liegt genau 19 Meter unter der Wasseroberfläche und wird tatsächlich richtig genutzt. Taucher und Menschen mit genug Atemvolumen können hier wasserfeste Briefkarten einwerfen. Der Briefkasten wird regelmäßig geleert und die Karten dann auf “normalem” Postweg über Wasser weiter verschickt. Auch ich habe drei Karten, die ich in den gelben Kasten werfe.

Durch den Trichter in die Tiefe

Danach geht es weiter zu unserem zweiten Ziel. Denn noch habe ich die letzte Aufgabe meiner Ausbildung nicht erfüllt. Ich muss einen “Tauchgang unter erschwerten Bedingungen” machen und obwohl 20 Meter für mich schon echt tief sind, wollen wir jetzt noch tiefer tauchen. Dafür geht es zurück zur Brücke, vorbei an dem LKW und dann kommt vor mir ein großer Betontrichter zum Vorschein, der unter Tauchern berühmt berüchtigte Rüttler. Er ist wie vieles hier unter Wasser ein Relikt aus der Zeit, als der See noch kein See, sondern ein Tagebau war, in dem von 1862 bis 1976 Kreide abgebaut wurde.

Bert schaut mich an, zeigt nach unten und wartet auf meine Reaktion. Das haben wir vor dem Tauchgang so abgemacht. Ich soll nämlich nur dann durch den Rüttler tauchen, wenn ich mir das auch wirklich zutraue. Denn einmal im Rüttler drin, ist es schwierig, wieder aufzutauchen. Ich muss nicht lange überlegen und gebe das Zeichen: Ich will da runter! Also tauchen wir über den Trichter und lassen uns dann langsam in die Tiefe fallen. Meter für Meter. Sobald ich unten angekommen bin spüre ich wie sich die Kälte von meinem Gesicht auch auf meine Hände und Füße ausbreitet. Ich schaue auf mein rechtes Handgelenk. Mein Tauchcomputer zeigt 30,1 Meter an. Sofort gebe ich Bert und Ollo das Zeichen, dass mir kalt ist und wir beginnen langsam unseren Aufstieg. 

Endloser Aufstieg

Für meinen Geschmack zu langsam, aber natürlich ist das genau richtig so, da bei einem zu schnellen Aufstieg Tauchunfälle passieren können. Trotzdem jetzt gerade hätte ich nichts dagegen, wenn wir schon an der Wasseroberfläche wären. Die Kälte klettert immer weiter an meinem Nassanzug hoch. Langsam wird es unangenehm. Erst als wir wieder auf 10 Metern Tiefe aufgestiegen sind, wird es besser. Hier bleiben wir noch kurz. Schließlich muss Bert noch die Taucherboje setzen. Es dauert ein bisschen, dann schwebt die Boje und wir folgen ihr an die Wasseroberfläche. Oben angekommen muss ich grinsen, hab ich es wirklich geschafft?

Auf dem Parkplatz beim Ausziehen des Jackets kommt Marius zu mir und reicht mir die Hand. “Glückwunsch”, sagt er. “Dann hab ich es wirklich geschafft?”, frage ich mich. Ollo bestätigt und freue mich, dass ich meine DTSA*-Ausbildung nach einem Jahr endlich abgeschlossen habe.

Was nach dem Tauchgang bleibt? Auf jeden Fall Freude über mein Tauchabzeichen und die Erkenntnis, dass mein nächstes Abzeichen wahrscheinlich eines für einen (wärmeren) Trockentauchanzug sein wird.

Tauchwochenende in Hemmoor vom 17.03. – 19.03.2023

Am Freitag machten sich sechs Taucher auf den Weg zum bekannten Kreidesee im Norden. Aufrgund der unterschiedlichen Abfahrtszeiten, konnten sich Stephan und Erik schon Mittags im See abkühlen und warteten gespannt auf die Ankunft der anderen Vier.

Nach einem weiteren Tauchgang der beiden bei E4 und einem ersten Tauchgang der nun angekommenen Vereinskollegen wurde es sich im Haus gemütlich gemacht. Die Pizza kam pünktlich, sodass in schöner Runde allerlei Tauchegeschichten ausgetauscht, sowie die grobe Planung des nächsten Tages angestoßen wurde.

Sven, Bert, Erik und Andre bei E1
Sven, Bert, Erik und Andre bei E1

Den ersten Tauchgang des Samstags absolvierten die verschiedenen Gruppen an unterschiedlichen Einstiegen. E1, E5 und E3 waren das Ziel der Wahl. Jedem schien der Tauchgang gefallen zu haben. Zum Nachmittag formierte sich eine Vierergruppe, welche sich auf den Weg zum gefürchteten Hai machte. Stephan und Marius blieben bei E1 für ein paar Übungen.

Zum Abend lies es sich die Gruppe beim ortsansäßigen Griechen gut gehen und bereitete den Nachttauchgang vor. Es ist immer wieder beeindruckend wie die Anzahl der Fische an gleichen Orten, jedoch zu unterschiedlichen Zeiten wächst.
Als zusätzliches Highlight wurde der tiefste Briefkasten Deutschlands genutzt um dem Padertaucher Verein eine Karte zukommen zu lassen.

Postkarte unter Wasser abgesendet
Postkarte unter Wasser abgesendet

Am letzten Tag ging es für jeden Taucher noch einmal unter Wasser. Die beiden Dreiergruppen gingen bei jeweils E5 und E3 ins Wasser und hatten viel Freude bei schönem Wetter.

Abschiedsfoto vor dem Hemmoor Schriftzug
Abschiedsfoto vor dem Hemmoor Schriftzug

Leider musste auch dieses Tauchwochenende enden, jedoch machte die Harmonie, Organisation und Unterwassererlebnisse Vorfreude auf den nächsten, noch zu planenden, Ausflug.