Tauchwochenende in Nordhausen – Kalt, anspruchsvoll und einfach gut 09.–12. April 2026

Nordhausen Gruppenfoto

Ein intensives und lehrreiches Tauchwochenende erlebten die Padertaucher Anfang April am Sundhäuser See in Nordhausen, einem der bekanntesten Tauchspots in Deutschland. Bei einer Wassertemperatur von lediglich rund 6 °C stellte das Wochenende hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Dennoch wurden insgesamt bis zu acht Tauchgänge absolviert – eine beachtliche Leistung unter diesen Bedingungen.

Gerade bei solchen Temperaturen zeigt sich, wie wichtig eine gute Infrastruktur ist: Die vorhandenen Aufwärmmöglichkeiten, insbesondere warme Duschen am Tauchzentrum, waren essenziell, um das anspruchsvolle Programm durchhalten zu können.

Tauchen im Sundhäuser See – Training unter realen Bedingungen

Der Sundhäuser See ist bekannt für seine guten Sichtweiten und vielfältigen Unterwasserattraktionen. Gleichzeitig bietet er ideale Voraussetzungen für anspruchsvolle Trainingssituationen.

Besonders herausfordernd waren Tauchgänge mit wenig visuellen Referenzen. Das sogenannte „freies Schweben“ verlangte eine präzise Tarierung und ein hohes Maß an Kontrolle. In solchen Situationen ist eine sichere Navigation entscheidend.

Ein Fokus lag daher auf der Orientierung unter Wasser, insbesondere auf der Arbeit mit dem Kompass und der gedanklichen Planung von Tauchrouten durch Strukturen und Gänge.

Highlight: Unterwasserstadt Nordhusia

Ein besonderes Highlight im Tauchgebiet Nordhausen ist die Unterwasserstadt Nordhusia. Die künstlich geschaffenen Bauwerke im Sundhäuser See bieten nicht nur eine außergewöhnliche Kulisse, sondern auch ideale Übungsbedingungen für Navigation, Gruppenführung und kontrolliertes Tauchen in strukturierter Umgebung.

Für viele Taucher gehört Nordhusia zu den spannendsten Attraktionen beim Tauchen in Deutschland

Ausbildung und bestandene Brevets

Neben den Trainings- und Fun-Tauchgängen konnten zahlreiche Ausbildungserfolge verzeichnet werden:

  • André absolvierte erfolgreich seine Vorbereitungstauchgänge im Rahmen der Tauchlehrer-Ausbildung
  • Henning nahm als Tauchlehrer die Brevets ab
  • Colin bestand den praktischen Teil seines CMAS **
  • Sarah schloss erfolgreich die Spezialkurse AK Gruppenführung und AK Orientierung ab

Diese Ergebnisse unterstreichen das hohe Ausbildungsniveau und die Motivation innerhalb der Gruppe – insbesondere unter den gegebenen Bedingungen.

Nordhausen 2024

Es wird früher dunkel, immer kälter und die Tauchsaison neigt sich dem Ende. Zu dieser Zeit im Herbst ist die Vereinsfahrt der Padertaucher ein Muss. Diesmal ging es zum schönen Sundhäuser See in Nordhausen. Genächtigt wurde in gemütlichen Holzhütten und in den Tagen davor hörte man emsiges Treiben. Wer nimmt welche Ausrüstung mit, wer fährt in welchem Auto? Alle Taucher sind gut angekommen und freuen sich auf die gemeinsame Zeit.

Ein Teil der Truppe reiste schon am Donnerstag an, um Freitag vor dem Frühstück den ersten Tauchgang bei guter Sicht unternehmen zu können. Im Laufe des Freitags trudelte dann der Rest ein und es wurde fleißig getaucht. Die mutigen Nachttaucher wurden am Abend durch eine hervorragende Sicht und viele Fische belohnt. Einige richtig große Hechte waren dabei. Nachttauchgänge sind immer etwas ganz besonderes. 

Nicht nur nachts sondern auch am Tage fallen vor allem die vielen Krebse auf, welche den gesamten See zieren. Sie sind überall. Ein weiteres Highlight ist die versunkene Stadt Nordhusia mit ihren Häusern und der Kirche. Und wo kommen eigentlich diese ganzen Charlotten her? Jedes in dem See versunkene Schiffswrack trägt diesen Namen. Die Namensgeberin muss jemanden wohl sehr wichtig gewesen sein. Ein Mysterium.

Für Verpflegung war gesorgt. Morgens gab es ein Frühstücksbuffet in der Tauchbasis. Zum Abschluss des Tages ging es dann ins Restaurant. Am ersten Abend gab es rustikales deutsches Essen, am Samstag besuchten wir dann den Top-Vietnamesen Nordhausens. 
Laut Henning müssen wir nächstes mal unbedingt noch einen Cocktail im Felix probieren. Der Place to be. Merken!

Natürlich darf auch die Ausbildung an solch einen Tauchwochenende nicht zu kurz kommen. Tauchlehrer Marius widmete sich seinen Schülern Dominik, Lars und Colin. Dominik und Lars stellten für den Aufbaukurs Orientierung ihr Orientierungsgeschick erfolgreich unter Beweis, indem sie anhand des Kompasses und der Orientierung an natürlichen Gegebenheiten verschiedenste Charlotten, Nordhusia und letztendlich wieder den Ausstieg fanden. Garnicht so leicht, denn das Tiefenprofil des ehemaligen Baggersees kann sehr irreführend sein. Wegen der vielen Senken bedeutet das Tauchen in Richtung eines Anstieges nicht zwingend, dass man sich dem Ufer nähert. Colin glänzte für den AK Gruppenführung dadurch, dass alle stets gesund und munter wieder auftauchten und niemand verloren ging. Letztendlich haben alle ihren AK erfolgreich bestanden.

Sonntag ging es mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurück in Richtung Pader. Schade nur, dass die Tage schon wieder vorbei sind. Nächstes Jahr geht’s im Herbst nach Dänemark. Das wird spannend.